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"Zwischen Personen derselben Gruppe, die mit dem gleichen Habitus ausgestattet und folglich spontan aufeinander abgestimmt sind, geht alles wie von selbst, sogar die Konflikte. Sie verstehen sich durch kleinste Andeutungen... Wo jedoch unterschiedliche Habitus auftreten, entsteht die Möglichkeit von Unfällen, Zusammenstößen, Konflikten... „ (Pierre Bourdieu).

Habitus-Coaching

Das Spiel der feinen Unterschiede verstehen und für die professionelle Praxis nutzen

Wie kommt es, dass jemand scheinbar ohne Anstrengung die Aufmerksamkeit anderer auf sich zieht, während andere Mühe haben, sich überhaupt Gehör zu verschaffen? Wieso fühlt sich ein Mensch in bestimmten sozialen Situationen bzw. Feldern ohne offensichtlichen Anlass unwohl, in anderen wie ein Fisch im Wasser? Warum stockt bei manchen Führungskräften plötzlich die Karriere, obwohl alle Türen „nach oben“ offen stehen? Das Habitus-Konzept des französischen Soziologen Pierre Bourdieu gibt auf solche und andere Fragen interessante Antworten. Habitus bezeichnet die gesamte innere und äußere Haltung eines Menschen. Er äußert sich in Geschmack, in der Mentalität und der „Ethik“ der alltäglichen Lebensführung. Auch und gerade im Berufsleben fungiert er als unsichtbarer und dennoch Weichen stellender Aktant. 

Ziel:

Dieses Seminar richtet sich an all jene Professionals, die in ihrer beruflichen Praxis mit wechselnden sozialen Milieus (Unternehmensstilen, Berufsgruppen, Institutionen, Organisationen oder gesellschaftspolitischen Gruppen) zu tun haben. Gemeinsam beforschen wir die Frage, wie wir uns selbst und andere dazu befähigen können, mehr Beweglichkeit im Umgang mit sozialen Unterschieden zu entwickeln. Wie beeinflusst Habitus das, was wir Persönlichkeit nennen? Das Habituskonzept eignet sich hervorragend zur Anwendung in Karriere-, Biographie- und Persönlichkeitscoaching.

Themen:

  • Statusspiele – Zur Praxis der sozialen Unterschiede in Berufs- und Lebenswirklichkeit
  • Body-Talk - Wie der Habitus leiblich und emotional wirkt und beobachtet werden kann
  • Warum hab´ ich hier meine Grenze? - wie der Habitus unsere Flexibilität im Umgang mit anderen limitiert
  • Ökonomisches oder Kulturelles Kapital? - Welche Ressourcen wem welche Selbstdurchsetzung in unterschiedlichen sozialen Systemen ermöglichen
  • Auf Augenhöhe - Wie soziale Assymetrien durch habitussensibles Verhalten glaubwürdig überwunden werden können
  • Verstehen statt deuten - Wie die Erfassung des je individuellen Habitus zu mehr Selbst- und Wirkungsbewußtsein verhilft
  • Kontext, Kompetenz und Passung - Anwendung habitusneutraler bzw. -sensibler Gesprächstechniken in Beratung und Coaching

Leitung: 

Raimund Schöll

Termin:

Inhouse-Seminar

Investition:

Auskunft auf Nachfrage